Geschlechtsangleichende Operationen können körperliche Merkmale an das eigene Geschlecht und die persönlichen Bedürfnisse angleichen. Dafür gibt es viele verschiedene Eingriffe. Es gibt nicht den einen festgelegten Weg, der für alle trans* und nichtbinären Menschen passt.
Manche Menschen wünschen sich mehrere Operationen. Andere entscheiden sich nur für einen bestimmten Eingriff oder ganz gegen eine Operation. Auch eine Hormontherapie ist nicht für jede Person notwendig oder gewünscht.
Wichtig: Die Informationen auf dieser Seite geben einen allgemeinen Überblick. Sie ersetzen keine persönliche medizinische Beratung. Operationsmethoden, Voraussetzungen, Risiken und Nachsorge können sich je nach Klinik, körperlicher Ausgangslage und persönlichem Behandlungsziel unterscheiden.
Welche Operation passt zu mir?
Welche Behandlung für dich sinnvoll ist, hängt unter anderem von folgenden Fragen ab:
- Welche Körpermerkmale möchtest du verändern?
- Welche Funktionen sind dir wichtig?
- Möchtest du im Stehen urinieren können?
- Ist eindringender Sex für dich wichtig?
- Möchtest du bestimmte Organe behalten?
- Hast du einen Kinderwunsch?
- Welche Narben und möglichen Risiken kannst du akzeptieren?
- Wie viele Operationen kommen für dich infrage?
Eine spezialisierte chirurgische Beratung sollte dir verschiedene Möglichkeiten erklären. Dazu gehören auch die Grenzen der jeweiligen Methode, mögliche Komplikationen und die Frage, welche Ergebnisse realistisch sind.
Kostenübernahme und Indikation
Für viele geschlechtsangleichende Operationen muss vor dem Eingriff eine Kostenübernahme bei der Krankenkasse beantragt werden. Dafür werden in der Regel medizinische Unterlagen und ein Indikationsschreiben benötigt.
Die genauen Anforderungen können sich je nach Versicherungsart, Behandlung und persönlicher Situation unterscheiden. Lass dich deshalb vor dem Antrag beraten und frage deine Krankenkasse, welche Unterlagen sie aktuell verlangt.
Die internationale medizinische Einordnung hat sich verändert: In der ICD-11 wird Geschlechtsinkongruenz nicht mehr als psychische Störung geführt. Für Anträge bei deutschen Krankenkassen gelten jedoch weiterhin besondere Begutachtungsregeln.
Kinderwunsch und Fruchtbarkeit
Einige Operationen können die Fruchtbarkeit dauerhaft einschränken oder beenden. Das betrifft insbesondere die Entfernung von Hoden, Eierstöcken oder Gebärmutter.
Wenn du später eigene genetische Kinder haben möchtest oder dir noch nicht sicher bist, solltest du dich vor der Operation zur Entnahme und Aufbewahrung von Keimzellen beraten lassen. Möglich sind je nach Körper unter anderem die Konservierung von Samenzellen, Eizellen oder Eierstockgewebe.
Vorbereitung auf eine Operation
Vor einer Operation solltest du mit dem Behandlungsteam besprechen, wie du dich vorbereiten kannst. Dazu können gehören:
- notwendige Voruntersuchungen,
- der Umgang mit Medikamenten und Hormonen,
- eine mögliche Haarentfernung im Operationsbereich,
- der Verzicht auf Nikotin,
- die Versorgung nach der Entlassung,
- Unterstützung im Alltag,
- Arbeitsunfähigkeit und körperliche Schonung,
- Nachsorgetermine und mögliche Korrekturoperationen.
Nikotin kann die Durchblutung verschlechtern und das Risiko für Wundheilungsstörungen und Gewebeverlust erhöhen. Viele Kliniken verlangen deshalb einen vollständigen Nikotinverzicht vor und nach der Operation. Halte dich an die Vorgaben deines Operationsteams.
Operationen bei trans* männlichen und nichtbinären Personen
Trans* männliche und nichtbinäre Personen können sich für unterschiedliche körperangleichende Behandlungen entscheiden. Dazu können eine Hormontherapie mit Testosteron und verschiedene operative Eingriffe gehören.
Mögliche Operationen sind:
- Angleichung der Brust durch eine Mastektomie,
- Entfernung der Gebärmutter durch eine Hysterektomie,
- Entfernung der Eierstöcke und Eileiter,
- Entfernung oder Verschluss der Vagina,
- Aufbau eines Klitorispenoids durch eine Metoidioplastik,
- Aufbau eines Penis durch eine Phalloplastik,
- Aufbau eines Hodensacks und Einsetzen von Hodenprothesen,
- Einsetzen einer Penisprothese.
Als nichtoperative Möglichkeit gibt es außerdem individuell angepasste Penis-Hoden-Epithesen aus Silikon.
Mastektomie: Angleichung der Brust
Bei einer Mastektomie wird Brustdrüsengewebe entfernt und die Brust neu geformt. Häufig wird dabei auch überschüssige Haut entfernt. Größe und Lage der Brustwarzen können angepasst werden.
Welche Operationstechnik geeignet ist, hängt unter anderem ab von:
- der Größe der Brust,
- der Menge und Elastizität der Haut,
- der Größe und Lage der Brustwarzen,
- dem gewünschten Ergebnis,
- der Bereitschaft, bestimmte Narben zu akzeptieren.
Je nach Technik können Gefühl und Empfindlichkeit der Brustwarzen erhalten bleiben, abnehmen oder verloren gehen. Manchmal sind spätere Korrekturen sinnvoll. Nach der Operation kann zeitweise eine Kompressionsweste oder Kompressionsbandage notwendig sein. Dauer und Anwendung legt die behandelnde Klinik fest.
Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken
Bei einer Hysterektomie wird die Gebärmutter entfernt. Zusätzlich können Eileiter und Eierstöcke entfernt werden. Diese Eingriffe können unter anderem laparoskopisch, über kleine Schnitte in der Bauchdecke oder über einen transvaginalen Zugang erfolgen.
Die Vagina kann erhalten, teilweise verschlossen oder entfernt werden. Welche Variante passt, hängt von deinen Wünschen und von möglichen weiteren Operationen ab.
Wenn beide Eierstöcke entfernt werden, produziert der Körper deutlich weniger eigene Geschlechtshormone. Dann ist normalerweise langfristig eine ärztlich begleitete Hormonversorgung notwendig, sofern keine medizinischen Gründe dagegensprechen.
Metoidioplastik: Aufbau eines Klitorispenoids
Bei einer Metoidioplastik wird die durch Testosteron vergrößerte Klitoris freigelegt und zu einem kleinen Penoid geformt. Die Nerven und damit die sexuelle Empfindungsfähigkeit sollen möglichst erhalten bleiben.
Je nach Operationswunsch kann die Harnröhre bis zur Spitze des Penoids verlängert werden. Dadurch kann nach erfolgreicher Heilung möglicherweise das Urinieren im Stehen möglich werden. Eine Garantie dafür gibt es jedoch nicht.
Eine Metoidioplastik kann mit oder ohne Verschluss der Vagina erfolgen. Auch ein Hodensack kann aufgebaut und später mit Hodenprothesen ergänzt werden.
Phalloplastik: Aufbau eines Penis
Bei einer Phalloplastik wird ein Penis aus körpereigenem Gewebe aufgebaut. Dafür wird Gewebe mit Blutgefäßen und Nerven aus einer anderen Körperregion entnommen.
Die Behandlung besteht meistens aus mehreren Operationen. Je nach persönlichem Ziel können dazugehören:
- Aufbau des Penis,
- Verlängerung der Harnröhre,
- Verbindung mit der vorhandenen Harnröhre,
- Aufbau einer Eichel,
- Aufbau eines Hodensacks,
- Einsetzen von Hodenprothesen,
- späteres Einsetzen einer Penisprothese.
Unterarmlappen
Häufig wird Gewebe vom Unterarm verwendet. Dabei können aus der Haut sowohl der Penis als auch Teile der Harnröhre geformt werden. Am Unterarm bleibt eine größere Narbe zurück. Die Entnahmestelle wird mit Haut aus einer anderen Körperregion gedeckt.
Wenn aus dem Unterarmgewebe eine Harnröhre gebildet werden soll, kann vorher eine dauerhafte Haarentfernung notwendig sein. Haare innerhalb der neuen Harnröhre können später Beschwerden verursachen. Die Methode und eine mögliche Kostenübernahme sollten frühzeitig mit Klinik und Krankenkasse besprochen werden.
ALT-Lappen vom Oberschenkel
Alternativ kann ein ALT-Lappen von der Außenseite des Oberschenkels verwendet werden. Das Gewebe ist häufig dicker als Unterarmgewebe. Ob es geeignet ist, hängt unter anderem von der Gewebedicke, der Gefäßversorgung und dem gewünschten Ergebnis ab.
Auch bei dieser Methode können mehrere Eingriffe notwendig sein. Am Oberschenkel bleibt eine sichtbare Narbe zurück.
Penis- und Hodenprothesen
Ein aufgebauter Penis kann sich nicht von selbst versteifen. Wenn eine ausreichende Festigkeit für eindringenden Sex gewünscht ist, kann nach vollständiger Heilung eine Penisprothese eingesetzt werden.
Es gibt verschiedene Prothesen, zum Beispiel aufpumpbare und biegsame Modelle. Welche geeignet ist und wann sie eingesetzt werden kann, entscheidet das Behandlungsteam gemeinsam mit dir.
Hodenprothesen können in einen aufgebauten Hodensack eingesetzt werden. Auch bei Prothesen können Komplikationen auftreten, zum Beispiel Infektionen, Verrutschen, mechanische Defekte oder eine Abstoßung.
Mögliche Risiken masculiniserender Operationen
Jede Operation ist mit Risiken verbunden. Allgemeine Risiken sind:
- Blutungen und Nachblutungen,
- Infektionen,
- Wundheilungsstörungen,
- auffällige oder schmerzhafte Narben,
- Asymmetrien,
- Schmerzen und Gefühlsstörungen,
- Verlust oder Absterben von Gewebe,
- ein Ergebnis, das nicht den Erwartungen entspricht,
- weitere notwendige Operationen.
Bei Operationen mit Harnröhrenverlängerung können zusätzlich auftreten:
- Verengungen der Harnröhre,
- Fisteln,
- Aussackungen der Harnröhre,
- Probleme beim Wasserlassen,
- Harnwegsinfektionen.
Nach einer Entfernung oder einem Verschluss der Vagina können sich selten Zysten oder Flüssigkeitsansammlungen im ehemaligen Vaginalraum bilden. Weitere mögliche Risiken sind Narbenverengungen, Probleme an der Entnahmestelle und eine verminderte sexuelle Empfindungsfähigkeit.
Operationen bei trans* weiblichen und nichtbinären Personen
Trans* weibliche und nichtbinäre Personen können sich für unterschiedliche feminisierende Behandlungen entscheiden. Dazu können eine Hormontherapie mit Östrogenen, androgenhemmende Medikamente und verschiedene operative Eingriffe gehören.
Mögliche Behandlungen sind:
- Brustaufbau,
- Entfernung der Hoden durch eine Orchiektomie,
- Aufbau einer Neo-Vulva,
- Aufbau einer Neo-Vagina,
- Operationen zur Feminisierung des Gesichts,
- Veränderungen an Kehlkopf und Stimmbändern,
- Korrektur des Haaransatzes.
Weitere Möglichkeiten sind eine Stimmtherapie und die dauerhafte Haarentfernung. Diese Behandlungen sind nicht immer chirurgisch.
Feminisierende Genitaloperationen
Bei feminisierenden Genitaloperationen können aus vorhandenem Gewebe eine Neo-Vulva, eine Neo-Vagina und eine Neo-Klitoris geformt werden.
Nicht jede Person wünscht sich eine Vagina mit ausreichender Tiefe für eindringenden Sex. Es sind auch Operationen möglich, bei denen nur eine äußere Vulva oder eine Vagina mit geringer Tiefe aufgebaut wird. Diese Varianten können weniger Nachsorge erfordern, sind aber nicht für vaginale Penetration geeignet.
Bei einer Vaginoplastik werden die Hoden entfernt. Aus einem Teil der Eichel wird eine Neo-Klitoris geformt. Dabei sollen die versorgenden Nerven und Blutgefäße möglichst erhalten bleiben. Die Harnröhre wird gekürzt und an einer neuen Position eingesetzt.
Für die Neo-Vagina können unterschiedliche Gewebe und Operationsmethoden verwendet werden. Dazu gehören unter anderem:
- Penishaut,
- Hodensackhaut,
- Bauchfell,
- in bestimmten Fällen Darmgewebe.
Welche Methode geeignet ist, hängt von der körperlichen Ausgangslage, früheren Operationen, dem verfügbaren Gewebe und den persönlichen Zielen ab.
Dilatieren und Nachsorge
Nach dem Aufbau einer Neo-Vagina muss diese in der Regel regelmäßig mit medizinischen Dilatatoren gedehnt werden. Dadurch sollen Tiefe und Weite erhalten und eine starke Vernarbung verhindert werden.
Wann du mit dem Dilatieren beginnst, wie oft du dilatieren sollst und welche Größen geeignet sind, legt dein Operationsteam fest. Verwende deshalb nicht einfach einen allgemeinen Plan aus dem Internet.
- Benutze nur geeignete und saubere Dilatatoren.
- Verwende ausreichend empfohlenes Gleitmittel.
- Gehe langsam und vorsichtig vor.
- Starker Schmerz ist kein notwendiger Teil des Dilatierens.
- Bei stärkeren Blutungen oder neuen Beschwerden solltest du das Behandlungsteam kontaktieren.
Dildos oder Vibratoren sind nicht automatisch ein Ersatz für medizinische Dilatatoren. Besprich ihre Verwendung zunächst mit deinem Operationsteam.
Auch Empfehlungen zum Spülen und Reinigen der Neo-Vagina hängen von der Operationsmethode ab. Zu häufiges Spülen oder ungeeignete Reinigungsmittel können das Gewebe reizen. Halte dich an den persönlichen Nachsorgeplan deiner Klinik.
Korrekturoperationen
Nach vollständiger Heilung können Korrekturen vorgenommen werden. Dabei können zum Beispiel der Eingang der Neo-Vagina, die inneren oder äußeren Vulvalippen, das Klitorishäubchen oder der Venushügel angepasst werden. Solche Eingriffe werden auch als Labienplastik bezeichnet.
Eine Korrekturoperation ist nicht bei jeder Person notwendig. Ob sie medizinisch sinnvoll oder persönlich gewünscht ist, sollte erst nach ausreichender Heilung beurteilt werden.
Brustaufbau
Eine Hormontherapie mit Östrogenen kann Brustwachstum auslösen. Wie stark die Brust wächst, ist individuell verschieden. Wenn das Ergebnis nicht den eigenen Wünschen entspricht, kann ein Brustaufbau mit einem*einer plastischen Chirurg*in besprochen werden.
Für einen Brustaufbau gibt es unterschiedliche Methoden:
- Silikonimplantate,
- Übertragung von körpereigenem Fett,
- in besonderen Fällen Aufbau mit körpereigenem Gewebe.
Bei Implantaten unterscheiden sich Form, Größe, Oberfläche und Position. Sie können unter dem Brustmuskel oder über dem Muskel eingesetzt werden. Welche Variante geeignet ist, hängt unter anderem vom vorhandenen Brustgewebe, von der Haut, vom Körperbau und vom gewünschten Ergebnis ab.
Beim Lipotransfer wird körpereigenes Fett abgesaugt, aufbereitet und in die Brust eingebracht. Ein Teil des Fettes wird vom Körper wieder abgebaut. Deshalb können mehrere Behandlungen notwendig sein.
Mögliche Risiken feminisierender Operationen
Auch feminisierende Operationen können allgemeine Operationsrisiken haben:
- Blutungen und Nachblutungen,
- Infektionen,
- Wundheilungsstörungen,
- Narben,
- Schmerzen und Gefühlsstörungen,
- Asymmetrien,
- Gewebeverlust,
- ein Ergebnis, das nicht den Erwartungen entspricht,
- notwendige Korrekturoperationen.
Bei einer Vaginoplastik können unter anderem folgende Komplikationen auftreten:
- Verengung oder Verlust von Tiefe und Weite der Neo-Vagina,
- Probleme beim Wasserlassen,
- Verengung des Harnröhrenausgangs,
- Verletzungen von Blase oder Enddarm,
- Fisteln,
- teilweiser Verlust von Haut oder anderem Gewebe,
- verminderte oder veränderte sexuelle Empfindungsfähigkeit,
- selten der Verlust der Orgasmusfähigkeit.
Bei Brustimplantaten können unter anderem Verhärtungen um das Implantat, sichtbare Falten, Verrutschen, Infektionen oder Schäden am Implantat auftreten. Implantate halten nicht grundsätzlich ein Leben lang. Spätere Kontrollen oder weitere Operationen können notwendig werden.
Sexualität und Empfindungsfähigkeit
Hormone und Operationen können die sexuelle Lust, das Körpergefühl und die Empfindungen in erogenen Bereichen verändern. Wie sich diese Veränderungen anfühlen, ist individuell und lässt sich vor einer Operation nicht sicher vorhersagen.
Das Ziel vieler Operationsmethoden ist es, wichtige Nerven zu erhalten. Trotzdem kann die Empfindungsfähigkeit vorübergehend oder dauerhaft abnehmen. Manche Bereiche können sich taub anfühlen, andere empfindlicher als vorher.
Sexuelle Lust und Orgasmusfähigkeit hängen nicht allein von Genitalien ab. Auch psychisches Wohlbefinden, Vertrauen, Berührungen, Hormone, Medikamente und die persönliche Lebenssituation spielen eine Rolle.
Weitere Informationen findest du auf der Seite zu Sexualität, HIV und STI nach geschlechtsangleichenden Operationen.
Nachsorge und mögliche Korrekturen
Geschlechtsangleichende Operationen enden nicht mit der Entlassung aus dem Krankenhaus. Eine zuverlässige Nachsorge ist wichtig, um die Heilung zu kontrollieren und Komplikationen früh zu erkennen.
Zur Nachsorge können gehören:
- Wundkontrollen,
- Verbandswechsel,
- Entfernung von Fäden oder Kathetern,
- Dilatieren,
- Kompression,
- Narbenpflege,
- Kontrolle des Wasserlassens,
- Behandlung von Schmerzen,
- Physiotherapie,
- Planung weiterer Operationsschritte.
Zwischen mehreren Operationen braucht der Körper ausreichend Zeit zur Heilung. Die notwendigen Abstände bestimmt das Behandlungsteam. Plane außerdem ein, dass ungeplante Korrekturen notwendig werden können.
Wann du medizinische Hilfe suchen solltest
Kontaktiere dein Operationsteam oder eine ärztliche Praxis, wenn Beschwerden stärker werden oder neu auftreten. Dazu gehören insbesondere:
- Fieber oder Schüttelfrost,
- starke oder zunehmende Schmerzen,
- stärkere oder anhaltende Blutungen,
- zunehmende Rötung, Wärme oder Schwellung,
- unangenehm riechender oder auffälliger Ausfluss,
- offene oder auseinandergehende Wunden,
- Probleme beim Wasserlassen,
- eine starke Veränderung der Hautfarbe am operierten Gewebe,
- plötzlicher Verlust von Gefühl oder Durchblutung,
- Probleme mit Implantaten oder Prothesen.
Bei Atemnot, Brustschmerzen, Bewusstlosigkeit, sehr starken Blutungen oder anderen akuten Beschwerden solltest du sofort medizinische Notfallhilfe holen.
Du entscheidest über deinen Körper
Du musst keine bestimmte Behandlung durchführen lassen, um trans*, nichtbinär oder dein Geschlecht zu sein. Auch eine begonnene Behandlung verpflichtet dich nicht zu weiteren Operationen.
Nimm dir Zeit für deine Entscheidung. Hole bei Bedarf eine zweite medizinische Meinung ein. Eine gute Beratung sollte dich über Möglichkeiten und Risiken informieren, ohne dich zu einer bestimmten Behandlung zu drängen.
